A/N: langsam aber sicher ergeben die titel sogar einen sinn!! :D
Bei diesem Anblick wurde mir bewusst, dass ich gerade etwas unheimlich Furchtbares gesagt haben musste. Und während ich so meine Gedankengänge zurückspulte, bemerkte ich, was dieses “Furchtbare” war: Die Wahrheit. (Tusch bitte!) Ich hatte ihm irklich gesagt, dass ich ihn küssen wollte… “Wollte”?! Moment! “Sollte” muss das heißen!
Und während ich so mit dem Teil in meinem Gehirn, der für Formulierungen zuständig war, kämpfte, ergossen sich plötzlich 1.000 Sturzbäche über uns und wir kramten schleunigst unsere Sachen zusammen, um aus diesem Unwetter herauszukommen. Mit unseren 7 Sachen bepackt sprinteten wir zur Tür, die zu unser beider Schreck zu war. Und das Schlimmste daran war: War die Tür einmal zu, ging sie nicht mehr auf. Entweder das war alles Zufall oder irgendjemand hier hasste uns unheimlich.
“Na~ toll, und was machen wir jetzt?”, fragte ich mich mehr selbst als meinen Leidensgenossen. Geschlagen legte ich mein Zeug auf dem Boden ab. War ja eh alles Geschirr und musste später sowieso gespült werden. Und als ich meinem schon fast triefenden (und nun leeren) Fressbeutel nachsah, fiel mein Blick auf meine Schuhe.
Meine NEUEN Schuhe. “Na~ toll, gerade erst ekauft und schon sind meine Schuhe hinüber,”, beschwerte ich mich lautstark. Diese Situation war aber auch zum Schweine-melken!
Ich saß mit meinem unschuldigen Opfer auf dem Dach fest, es regnete und meine neuen Schuhe waren somit so gut wie ruiniert. Und gerade blickte ich zu Tatsumi rüber, um ihn zu fragen, was wir jetzt tun sollen, da sah ich wie er sich auszog.
Er zog sich aus.
Mir fiel beinahe die Kinnlade auf den Boden. Okay, es war nur die Jacke, aber was zur Hölle tat der Kerl da?Es war nicht Juli, sondern Oktober und dem entsprechend kalt war es auch. “Was treibst du denn da? Du erkältest dich noch!”, sagte ich, als er sich bückte. Und seine Jacke über meinen Schuhen ausbreitete. “Wa-…?”
Ich war so verwirrt, dass selbst mein Gehirn meine Körperfunktionen nicht mehr richtig steuern konnte. Mir war heiß (es war Oktober), mir lief kalter Schweiß über die Stirn (oder Regen, wer kann das in so einer Situation schon unterscheiden?) und auch meine Stimme zitterte.
“W-was soll d-das denn? Zieh das wieder a-an,”, brachte ich mit Mühe heraus. “Aber dann gehen doch deine neuen Schuhe wirklich noch kaputt,”, meinte Tatsumi besorgt. Dieser Typ war ein Buch mit sieben Siegeln für mich.
Erst rannte ich ihn über den Haufen, hielt ihn in der Besenkammer fest und ihm den Mund zu un dann sprach ich ihn anscheinend auch noch auf etwas an, über das er wohl nicht reden wollte. Wieso war dieser Kerl nur so seltsam?
“Wieso tust du das?” Mein Kopf war so leer wie mein Geschirr, das nach der gemeinsamen Futtersession auf dem Boden lag. “Ich weiß nicht.” Er zuckte mit den Schultern. “Ich mag dich einfach, glaube ich.”
…
“Argh!”, schrie ich, als ich mit beiden Fäusten an seinem Kopf vorbei an die Tür schlug und ihn somit einkästelte. Doch Tatsumi bewegte sich keinen Millimeter. “Was tust du da?”, fragte er stattdessen und blickte unschuldig-interessiert erst auf meine Arme, dann in meine Augen.
Erschrocken, weil er so ungeniert direkten Blickkontakt mit mir suchte (Schau mir in die Augen, Kleines 8D~), wanderte mein Blick zur Tür hinter ihm und ich musterte unheimlich interessiert die abbröckelnde Farbe.
“Zusehen, dass du nicht krank wirst,”, murmelte ich vor mich hin, und nuschelte natürlich absichtlich so leise, dass er es nicht hören konnte. “Was?”, fragte er deshalb wieder.
“Zusehen, dass du nicht krank wirst, und jetzt halt’ die Klappe!”, schrie ich ihn mit hochrotem Kopf an.
Und wieder dieses selige Grinsen.
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